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Proaktive Beratung

Mit dem am 01.01.2002 in Kraft getretenen Gewaltschutzgesetz (GewSchG) wurde ein Meilenstein für die Verbesserung des Schutzes vor Gewalt gesetzt. Erstmals sind nicht mehr nur die Opfer im Blickpunkt, sondern auch die Täter, die zur Verantwortung gezogen werden sollen.

Inhalt des GewSchG ist, wer körperliche, psychische oder sexuelle Gewalt in Beziehungen ausübt oder androht, muss die gemeinsame Wohnung verlassen und darf sich der Geschädigten nicht nähern. Dies kann durch die Polizei und durch Gerichtsbeschluss für eine bestimmte Zeit angeordnet werden.

 

Parallel zu dem Inkrafttreten  des Gewaltschutzgesetzes (GewSchG) wurde 2002 ein neues Beratungskonzept, der proaktive Ansatz, installiert:

Kommt die Polizei bei einem Vorfall Häuslicher Gewalt zum Einsatz, wird die Beratungsstelle informiert. Voraussetzung ist, dass das Opfer mit der Weitergabe der Daten einverstanden ist.

Die Mitarbeiterin der Beratungsstelle setzt sich dann zeitnah mit der betroffenen Frau in Verbindung und vereinbart einen Beratungstermin.

Gemeinsam wird erarbeitet, welche Hilfen und Informationen nötig sind. Sie müssen der Lebenssituation der Frau, zu deren Gunsten das GewSchG angewendet wird, angemessen sein. Die Beratung orientiert sich daran

  • wie handlungsfähig sich die Frauen einschätzen,
  • wie sie sich zur Vergangenheit verhalten (ob sie die Beziehung beenden oder fortsetzen möchten),
  • welche Perspektiven sie für sich sehen.

 

Schutz und Sicherheit haben dabei oberste Priorität.

 

Gegebenenfalls muss eine Frau trotz GewSchG in ein Frauenhaus, weil sie in ihrer Wohnung nicht sicher ist vor den Nachstellungen des Täters oder dessen Umfeld.

 

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